
Fallbeispiel 1 · Hundephobie
Wenn aus Erstarren ein ruhiger Atemzug wird
Sie kannte diese Situation gut: Ein Hund kommt bellend auf sie zu, das Fell gesträubt. Und ihr Körper tut, was er immer tut — er erstarrt. Kein Weglaufen. Kein klarer Gedanke. Nur die Angst, die schneller ist als sie.
Eines Tages kam genau dieser Hund wieder angerannt. Doch diesmal war etwas anders. Sie blieb stehen. Ganz ruhig, sagt sie. Sie drehte sich ein wenig zur Seite und sprach freundlich mit dem Hund — und der trottete irgendwann einfach wieder davon. So weit war sie vorher nie gekommen.
Bis zur Haustür, hinter der der Hund wohnt, traut sie sich noch nicht. Und das ist völlig okay. Wichtig ist: Der alte Reflex ist nicht mehr selbstverständlich. Wo früher nur Erstarren war, ist jetzt Spielraum.
„Ich bin schon jetzt dankbar und froh, so wie es ist.“
— Laura S.


